Über mich

Motivation ist das, was dich starten lässt. Gewohnheit ist das, was dich weitermachen lässt.

Ich bin Alexander, Jahrgang 1988, und lange Zeit schien der Sport eine Welt zu sein, zu der ich keinen Schlüssel hatte. Bis zu meinem 18. Lebensjahr empfand ich sportliche Aktivitäten als überflüssig und konnte nicht nachvollziehen, was andere daran faszinierend fanden. Ich versuchte mich in verschiedenen Disziplinen wie Badminton, Judo, Laufen, einer Art von Schwimmen und BMX-Fahren, doch nichts davon schien wirklich zu mir zu passen.

Der Wendepunkt in meiner Beziehung zum Sport kam erst in meinen Zwanzigern mit dem Karate. Obwohl ich bald feststellte, dass Karate nicht meinen Vorstellungen von intensivem Sport entsprach, war es der Funke, der mein Interesse entfachte. Es folgten Thai Boxen und funktionales Training, bekannt als „Fighter Fitness“ in meinem damaligen Boxclub, eine Kombination aus Kettlebell-Übungen, Körpereigengewichtstraining und High-Intensity Interval Training (HIIT). Diese neue Art von Training, intensiv und fordernd, sprach mich auf einer Ebene an, die ich im Sport bis dahin nicht gekannt hatte.

Meine Reise führte mich durch klassisches Boxen und schließlich zum Crossfit, einer Disziplin, die mich mit ihrer Vielfalt an intensiven Workouts, Gewichtheben, AMRAPs und Burpees vollends begeisterte. Hier fand ich endlich eine sportliche Heimat, die meinen Wunsch nach körperlicher Herausforderung und intensivem Training stillte. Der Sport wurde von einer unverständlichen Freizeitbeschäftigung zu einer tiefen Leidenschaft, die meinen Alltag bestimmte.

Um meine Trainingserfahrung weiter zu personalisieren und zu intensivieren, entschied ich mich, mein eigener Trainer zu werden. Langsam aber stetig baute ich mir meine eigene Trainingsstätte auf, in der ich heute zwischen 12 und 20 Stunden pro Woche verbringe. Mein Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Schwimmen, eine Fähigkeit, die ich erst mit 35 Jahren erlernt habe, und dem Radfahren. Beim Radfahren bevorzuge ich die Indoor-Variante auf Zwift, da meine Arbeitszeiten und das Tageslicht selten harmonieren. Die Möglichkeit, konstante Leistung zu erbringen, wie beispielsweise eine Stunde lang 250 Watt zu treten, fasziniert mich.

Obwohl mein Trainingspensum und meine Disziplin auf eine Vorbereitung für einen Triathlon hindeuten könnten, reizt mich dieser Gedanke bisher nicht. Insbesondere das Laufen bereitet mir keine Freude, was mich jedoch nicht davon abhält, meine Grenzen auf andere Weise zu erforschen. Mir geht es darum, meinen Körper behutsam und bedacht an seine Grenzen zu bringen, ohne ihn dabei zu zerstören. Das Quälen im Training empfinde ich paradoxerweise als Freude und habe vor, diesem Pfad noch lange zu folgen.

Zusätzlich zu meiner persönlichen sportlichen Entwicklung coache ich gerne und entwerfe individuelle Trainingspläne für andere. Diese Tätigkeit bereitet mir große Freude, da ich anderen helfen kann, ihre eigenen Ziele zu erreichen und ihre Leidenschaft für den Sport zu entdecken.

Meine sportliche Reise zeigt, dass es nie zu spät ist, eine Leidenschaft für den Sport zu entwickeln. Obwohl ich erst spät damit begonnen habe, hat der Sport mein Leben in vielfacher Hinsicht bereichert und verändert. Ich hoffe, dass meine Geschichte anderen als Inspiration dient, ihren eigenen Weg im Sport zu finden und die Freude an der körperlichen Betätigung zu entdecken. Die Reise mag lang und nicht immer einfach sein, aber sie ist jeden Schritt wert.